Unser Verein

Der Verein ‚Hilfe für Flüchtlinge.V.’ besteht aus vielen Personen aus den unterschiedlichen Ortsteilen von Porta Westfalica, vom Schüler bis zum Rentner, von 18 bis Mitte 80-Jährigen ist das gesamte Spektrum vertreten. Uns alle eint der Wunsch, die Situation der Flüchtlinge in unserer Heimatstadt Porta Westfalica zu erleichtern und ein friedliches Zusammenleben für uns alle anzustreben. Unser Verein wurde im November 2013 von aktiven Portanern gegründet, als der Umfang der Unterstützungsarbeit zunahm und eine strukturiertere Form haben sollte. Seit dieser Zeit haben sich erfreulicherweise immer mehr Unterstützer gefunden und die Zahl unserer Mitglieder ist auf über 40 Personen gestiegen.
Man muss nicht eingetragenes Vereinsmitglied sein, um unsere vielfältigen Aktivitäten zu unterstützen. Uns alle verbindet, dass wir hier vor Ort leben und deshalb auch hier lokal helfen wollen. Um uns ein bisschen vorzustellen, haben wir einige Ehrenamtliche nach ihren Beweggründen gefragt.
 

Warum bin ich dabei?

Im letzten Jahr habe ich einen Artikel im Mindener Tageblatt gelesen, in dem Hardy Haselau von seiner Arbeit für und mit Flüchtlingen in Kleinenbremen erzählt hat und auf Grund der damals schon ansteigenden Zahl der Neuankömmlinge um Unterstützung bat. Ich war zu dem Zeitpunkt gerade vier Wochen im Ruhestand und empfand, dass die Zeit bereits reif war, mich anderweitig zu engagieren. Im Rückblick war es eine sehr gute Entscheidung, die meinen Horizont in jeglicher Hinsicht erweitert hat und mein Leben weiterhin bereichert. Durch meine Kontakte zu den Menschen, die hier Schutz suchen, lerne ich viele unterschiedliche Kulturen und Nationalitäten kennen. Durch die Betreuung und das Zusammenarbeiten mit ihnen habe ich Kontakte zur Verwaltung in Porta und den unterschiedlichsten NGOs, anderen Vereinen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und Institutionen aufgebaut. Unweigerlich lernt man vieles, von Gesetzen und kommunalen Richtlinien, bis hin zu den unergründlichen Wirrungen der deutschen Verwaltung.
Es war gut, mich für dieses Engagement entschieden zu haben, auch wenn sich der Zeitaufwand von einem kleinen Teil meiner Freizeit zu einer „¾ Stelle“ entwickelt hat. Als Ehrenamtlicher bekommt man auch viel zurück, ein dankbarer Blick oder herzlicher Händedruck von jemandem, dem man helfen konnte. Wenn ich sehe, wie und über was sich die Menschen freuen können, ist dies das Schönste.

G., Rentner


Seit diesem Sommer bin ich dabei und hauptsächlich in Vennebeck tätig. Für mich ist es wichtig, die Flüchtlinge hier beim Ankommen und Eingewöhnen zu unterstützen und ihnen dadurch ein besseres Leben zu ermöglichen. Ich begleite sie zu Ämtern, Schulen und Ärzten, damit sie die Wege kennenlernen und sich in Deutschland beginnen zurecht zu finden. Besondere Qualifikationen brauchte ich nicht, es hilft natürlich, dass ich Englisch, Spanisch und ein bisschen Französisch spreche. Dadurch, dass ich schon mit der spanischen und der türkischen Kultur in Berührung gekommen bin, fällt es mir leichter, auf andere Kulturen zu zugehen. Es ist sehr beeindruckend, wie dankbar die Flüchtlinge für jede noch so kleine Hilfestellung sind. Sei es, dass man ihnen ein „Ohr“ leiht, Gelegenheit ihre Geschichte zu erzählen und sie ernst nimmt, ihnen vermittelt, sie haben ein Recht auf Würde und ein Recht auf Leben, oder konkrete Alltagsprobleme für und mit ihnen löst.

M., Schüler
Die vielen Berichte und Bilder über die Flüchtlinge haben mich nicht unberührt gelassen. Ich selber habe viele Jahre im Ausland gelebt und weiß, wie es ist, in einem Land, dessen Sprache man nicht versteht, nicht spricht, nicht lesen kann, weil es keine lateinischen Buchstaben sind, ein neues Heim für die eigene Familie zu schaffen. Ich habe dies fünf Male unter positiven Voraussetzungen gemacht, es war die eigene, freiwillige Entscheidung, in finanzieller Sicherheit, in gesellschaftlicher Anerkennung und, am Wichtigsten, mit Vorbereitung und Unterstützung. Dennoch war es nicht leicht und eine Herausforderung. Wie muss es erst sein, wenn diese Situation durch Krieg, Gewalt, Vertreibung, Flucht mit unbekanntem Ziel und Lebensgefahr hervorgerufen ist? Mir war es wichtig, hier vor Ort zu helfen. Geldspenden sind wichtig und nötig, aber, wenn man Zeit und persönliche Offenheit hat, ist direkte, persönliche Hilfe für die Menschen genauso wichtig. Persönliche Begegnungen lassen einen ankommen, persönliche Gespräche lassen das Geschehene leichter werden und persönliche Kontakte lassen wieder Vertrauen ins Leben und in die Zukunft wachsen.

A., Hausfrau

Partner und Unterstützer

Bundesinititative ländliche Entwwicklung

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